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Die Vision von vor 30 Jahren ist längst Realität. Und jetzt?

vor 17 Stunden
4 Min. Lesezeit

Vor 30 Jahren hatte ich eine ziemlich klare Vorstellung davon, wie mein Leben einmal aussehen sollte.

Kleiderständer als Sinnbild für alte Rollen und die Frage, was heute noch zu uns passt.

Heute ist es Realität

Ein eigenes Haus, ein guter Job, eine Familie und natürlich ein Hund, der durfte auf keinen Fall fehlen.


Ich hatte Wünsche, Ziele und eine Vision davon, was ich alles erreichen wollte. Ich wusste ziemlich genau, wofür ich arbeitete und was ich mir in meinem Leben aufbauen wollte.


Und heute?


Das, wovon ich damals geträumt habe, ist längst Realität geworden.


Wundervoll, oder?


Aber mal ehrlich: Wer sagt eigentlich, dass die Vision von damals auch noch die Vision für die nächsten 20 oder 30 Jahre sein muss?


Die Frau, die damals diese Pläne geschmiedet hat, hatte noch keine Ahnung, was sie alles erleben, lernen und überstehen würde.


Und vor allem wusste sie noch gar nicht, wer sie mit all diesen Lebenserfahrungen einmal sein würde.


Ich finde diesen Gedanken unglaublich spannend. Wir verbringen so viel Zeit damit, unsere Wünsche zu verwirklichen, und irgendwann stehen wir mitten in dem Leben, das wir uns einmal erträumt haben.


Aber wann haben wir eigentlich das letzte Mal eine neue Vision für uns selbst entwickelt?

Und plötzlich gehört die Zeit wieder dir

In der Lebensmitte verändert sich etwas Entscheidendes. Wir bekommen wieder mehr Zeit für uns zurück. Zeit, die über viele Jahre mit Familie, Beruf, Verpflichtungen und tausend anderen Dingen ausgefüllt war.


Der Alltag hat über Jahrzehnte eine gewisse Struktur bekommen. Wir wissen, wie die Dinge laufen, haben unsere Routinen entwickelt und vieles funktioniert inzwischen beinahe automatisch.


Und auf einmal entsteht wieder Raum für eigene Ideen.


Eigentlich eine wunderbare Ausgangslage, um sich noch einmal mit den eigenen Wünschen zu beschäftigen.

Doch freie Zeit allein bringt noch keine neuen Ideen hervor. Wir müssen uns erst wieder erlauben, über das hinauszudenken, was wir bereits kennen und geschaffen haben.


Denn nur weil wir unsere damaligen Ziele erreicht haben, sind unsere Möglichkeiten für die Zukunft längst nicht ausgeschöpft.

Aber was passiert, wenn wir heute etwas ganz anderes wollen als damals?

Unsere alten Strategien sind ziemlich hartnäckig

Über die Jahre entwickeln wir Strategien, mit denen wir unser Leben organisieren und Entscheidungen treffen. Wir wissen, was vernünftig ist, was Sicherheit gibt und was von uns erwartet wird. Und natürlich haben wir auch gelernt, was andere Menschen über bestimmte Entscheidungen denken könnten.


Da taucht plötzlich eine neue Idee auf. Du könntest dir vorstellen, noch einmal etwas völlig anderes zu machen. Etwas, das dich begeistert und worauf du richtig Lust hättest. Und kaum ist dieser Gedanke da, beginnt schon die Diskussion im eigenen Kopf: «Was sollen denn die anderen denken?»


Ach ja, die anderen. Diese unsichtbare Jury, die offenbar seit Jahrzehnten darüber abstimmen darf, was wir mit unserem Leben anfangen.

Das Verrückte daran ist, dass wir häufig gar keine tatsächliche Kritik abwarten. Wir haben die möglichen Einwände längst selbst übernommen. Ich finde es faszinierend, wie solche Gedanken unsere Entscheidungen beeinflussen können, obwohl wir inzwischen über so viel Lebenserfahrung verfügen.

Wir haben schwierige Situationen gemeistert, sind Risiken eingegangen, haben Fehler gemacht und daraus gelernt. Und ausgerechnet jetzt, wo wir so viel Erfahrung mitbringen, sollten wir aufhören, neue Dinge auszuprobieren?

Wie bequem darf das leben eigentlich werden?

Ich stelle mir diese Frage gerne ganz bewusst. Mache ich es mir auf dem Sofa bequem, geniesse das, was ich geschaffen habe, und lasse die kommenden Jahre einfach auf mich zukommen? Oder habe ich Lust, noch einmal ein richtig cooles Leben für mich zu kreieren?


Dabei darf das Sofa selbstverständlich seinen Platz haben. Es gibt Tage, an denen genau das wunderbar ist. Spannend wird es für mich bei der Frage, ob ich mich bewusst dafür entscheide oder ob ich mich so sehr an mein bisheriges Leben gewöhnt habe, dass ich neue Möglichkeiten gar nicht mehr ernsthaft in Betracht ziehe.


Denn zwischen Zufriedenheit und Bequemlichkeit kann ein ziemlich grosser Unterschied liegen.


Ein eigenes Business aufbauen, ein Buch schreiben, eine neue Fähigkeit lernen oder eine Idee verwirklichen, die schon länger im Kopf herumschwirrt. Es gibt unzählige Dinge, die wir heute kreieren können.

Ich habe selbst mein eigenes Business gegründet und schreibe inzwischen an einem Buch. Und genau solche Erfahrungen zeigen mir immer wieder, wie spannend es ist, sich auf etwas Neues einzulassen.

Ich liebe diese Lebensphase, weil wir auf einem Fundament aufbauen können, das wir über Jahrzehnte geschaffen haben. Wir müssen bei neuen Vorhaben nicht wieder bei null anfangen. Unsere Erfahrungen, unsere Fähigkeiten und auch die Umwege, die wir genommen haben, gehören längst zu unserem persönlichen Repertoire.

Was würdest du heute anders planen?

Heute interessiert mich noch eine andere Frage: Wie möchte ich meine Lebenszeit verbringen?

Ein Haus, ein bestimmter Beruf oder eine Familie waren damals konkrete Vorstellungen davon, was ich erreichen und aufbauen wollte. Heute darf ich mich zusätzlich fragen, welche Erfahrungen ich noch machen möchte, was mich neugierig macht und welche Ideen ich tatsächlich verwirklichen will.

Und dabei lohnt es sich, die eigene Vision einmal genauer anzuschauen. Was davon entspricht noch meinen heutigen Wünschen? Welche Ziele verfolge ich möglicherweise nur deshalb weiter, weil ich sie mir irgendwann einmal gesetzt habe? Und welche Idee schiebe ich seit Jahren vor mir her, obwohl sie mich immer wieder begeistert?

Besonders aufschlussreich finde ich die Frage:

Würde ich mich heute genauso entscheiden, wenn niemand meine Entscheidung kommentieren würde?

Denn manchmal erkennen wir erst an unserer eigenen Antwort, wie stark wir uns noch von Vorstellungen leiten lassen, die längst überprüft werden dürfen.



Fazit: Eine erfüllte Vision darf der Anfang einer neuen sein

Die Vision von vor 30 Jahren hat mich bis hierher begleitet. Sie hat mir Orientierung gegeben und dazu beigetragen, dass ich vieles verwirklichen konnte, was ich mir damals gewünscht habe. Und dafür bin ich aus tiefstem Herzen dankbar.


Heute bin ich eine andere Frau als damals. Ich habe Erfahrungen gesammelt, meine Perspektiven verändert und neue Interessen entdeckt. Weshalb sollte ich also weiterhin ausschliesslich nach den Vorstellungen leben, die ich vor 30 Jahren entwickelt habe?

Die nächsten 20 Jahre vergehen sowieso. Ob wir in dieser Zeit noch einmal etwas Neues kreieren, liegt auch an den Entscheidungen, die wir heute treffen.

Und jetzt interessiert mich deine Antwort:

Wenn du heute noch einmal eine Vision für dein Leben entwickeln würdest, was stünde darauf, das vor 30 Jahren noch überhaupt keinen Platz hatte? Wenn du Lust auf mehr Impulse aus meiner Welt hast, melde dich gerne für meinen Newsletter an. Hier gehts zum Newsletter

Schön, dass es DICH gibt! weiblich.bewusst.frei. Herzensgrüsse Franziska

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