Der Wendepunkt im job
- Franziska Gillmann
- vor 2 Tagen
- 4 Min. Lesezeit
Wenn du mit 50 spürst, dass es so nicht weitergeht.

Ich war genau an diesem Punkt
Von aussen hätte wahrscheinlich niemand verstanden, warum ich überhaupt über Veränderung nachdachte. Ich hatte einen sicheren Job, trug Verantwortung, führte ein Team und mochte vieles an meiner Arbeit.
Und trotzdem fühlte ich mich oft wie eine Besucherin im eigenen Berufsleben. Ich funktionierte, erledigte meine Aufgaben und lächelte in Meetings. Aber innerlich war ich längst nicht mehr da.
Jeden Morgen fuhr ich zur Arbeit. Nicht mit Widerstand. Eher mit diesem leisen Gefühl, das man kaum erklären kann. Als würde etwas in mir immer stiller werden.
Nach aussen sah alles gut aus. Ein sicheres Einkommen, Verantwortung, Stabilität. Genau das, wonach viele streben. Es war ein goldener Käfig – von aussen glänzend, ordentlich und beneidenswert.
Nur wusste niemand, wie leer es sich darin anfühlte.
Irgendwann wurde mir klar: Es war dieses leise Sich-selbst-Verlieren, das über Jahre fast unbemerkt passiert war.
Dieser Moment war kein lauter Zusammenbruch. Keine Kündigung aus dem Affekt. Kein dramatischer Wendepunkt.
Es war eher ein stilles Eingeständnis.
So möchte ich nicht die nächsten zehn oder fünfzehn Jahre meines Lebens verbringen.
Genau dort begann meine Reise.
Die Reise zurück zu mir. Zu meiner eigenen Power. Zu einem Leben, das sich nicht nur von aussen richtig anfühlt.
So entstand Feminine Midlife Power.
Ein Gefühl, das viele Frauen kennen
Meine Geschichte ist kein Einzelfall. Gespräche mit vielen Frauen zeigen immer wieder, dass dieses Gefühl des "stillen Eingeständnisses" ein typisches Phänomen in der Lebensmitte ist. Die Gründe dafür sind vielschichtig, aber oft lassen sie sich auf drei Kernbereiche zurückführen:
Boreout: Die stille Unterforderung Während Burnout in aller Munde ist, bleibt das Gegenteil – Boreout – oft unerkannt. Es beschreibt einen Zustand chronischer Unterforderung durch sinnlose Tätigkeiten, jahrelange Routine und fehlende Herausforderungen. Das Ergebnis ist eine innere Leere und das Gefühl, das eigene Potenzial nicht zu nutzen.
Veränderte Werte und neue Grenzen Mit der Lebenserfahrung ändern sich auch unsere Werte. Was früher vielleicht als harmloser Spruch galt, empfinden wir heute als klare Grenzüberschreitung. Die Energie und Lust, sich ständig für Selbstverständlichkeiten zu rechtfertigen oder zu erklären, nimmt ab.
Fehlende Anerkennung (Ageism) Ein weiterer Punkt ist das Gefühl, übergangen zu werden. Wenn jüngere Kollegen ohne Praxiserfahrung bevorzugt werden und die eigene Expertise als "von gestern" gilt, ist das frustrierend. Es entsteht der Eindruck, nicht mehr gesehen und wertgeschätzt zu werden.
Wenn du dich in diesen Punkten wiederfindest, ist das ein wichtiges Signal. Der erste Schritt ist nun nicht die radikale Veränderung, sondern das Schaffen von Klarheit.
Dein Weg beginnt hier: 3 Impulse für mehr Klarheit
Impuls 1: Der Lebensbereichs-Check
Die Unzufriedenheit im Job ist oft nur das lauteste Signal. Aus meiner Erfahrung kann die wahre Ursache tiefer liegen. Wenn du ehrlich hinsiehst, entdeckst du vielleicht auch in anderen Lebensbereichen, wie Beziehungen, Gesundheit oder persönlicher Weiterentwicklung,feine Disbalancen, die dir Energie rauben.
Um dir dabei zu helfen, schnell Klarheit zu gewinnen, wo genau deine Aufmerksamkeit gebraucht wird, kannst du mein kostenfreies Lifestyle-Quiz nutzen. Es gibt dir einen klaren Überblick. 👉 Hier geht es zur Analyse:[LINK]
Impuls 2: Die Rollen-Inventur Wir alle spielen Rollen, oft sind sie perfekt antrainiert. Das Problem dabei: Häufig leben wir nach einem Drehbuch, das wir nicht selbst geschrieben haben. Es basiert auf alten Mustern und den Erwartungen anderer. Denk zum Beispiel an die Rolle der „perfekten Mitarbeiterin“, die nie Nein sagt, der „ewigen Kümmerin“ in der Familie oder der „Starken“, die niemals um Hilfe bittet. Es ist an der Zeit, sanft und ohne Bewertung hinzuschauen.
Stelle dir deshalb die ehrliche Frage: Welche Rolle spielst du heute noch, obwohl sie längst nicht mehr zu der Frau passt, die du geworden bist?
Impuls 3: Die eine Tür schliessen Wir halten oft an Möglichkeiten, Beziehungen oder Gewohnheiten fest, nur weil sie vertraut sind – auch wenn wir längst spüren, dass sie nicht mehr zu uns passen. So fliesst ein großer Teil deiner Energie weiterhin in die Vergangenheit.
Stell dir vor, jeder Lebensbereich ist ein Raum. Neues kann aber nur entstehen, wenn dafür Platz ist. Eine neue Vision von dir braucht Raum, um zu wachsen. Die Natur macht es uns vor: Kein Baum hält seine Blätter krampfhaft fest, wenn die Zeit für Neues gekommen ist.
Das folgende Gedankenexperiment ist ein kraftvoller Schritt, um Klarheit zu gewinnen:
Wenn du heute eine einzige Tür bewusst schliessen würdest – welche wäre es?
Dein nächstes Kapitel beginnt heute
Am Anfang dieses Beitrags stand ein Gedanke, der alles verändert hat: "So möchte ich nicht die nächsten zehn oder fünfzehn Jahre verbringen." Das war der Startpunkt meiner Reise zurück zu mir und die Geburtsstunde von Feminine Midlife Power.
Vielleicht stehst du gerade an einem ähnlichen Punkt. Die Impulse hier sind deine ersten Schritte auf deinem eigenen Weg. Jede grosse Veränderung beginnt mit der bewussten Entscheidung, ein neues Kapitel aufzuschlagen.
Wenn du mehr über diesen Ansatz erfahren möchtest, findest du auf meiner Webseite weitere Inspiration. Wichtig ist nur, dass du losgehst.
Deine Reise beginnt jetzt.
Fazit:
Berufliche Unzufriedenheit in der Lebensmitte ist oft ein Zeichen dafür, dass sich die eigenen Bedürfnisse und Prioritäten verschoben haben. Wie dieser Artikel zeigt, muss die Antwort darauf kein radikaler Bruch sein. Bewusste Impulse wie der Lebensbereichs-Check, die Rollen-Inventur und das gedankliche Schliessen einer Tür sind erste Schritte, um wieder Klarheit zu finden.
Schön, dass es DICH gibt! Herzensgrüsse Franziska
P.S. Ein neues Kapitel beginnt nicht im Aussen. Es beginnt in dir.




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